Frankreich – Provence
Frankreich Rundreise
Na klar, Pastis und vorzügliche Weine wird es auch geben. Nachhaltiger berauschend sind jedoch die in Ockerfarben getauchten Städtchen der Provence, die mediterranen Lichtspiele an der Küste und blauen Stunden mit Blick auf Papstpaläste und Burgruinen. Ganz zu schweigen vom Ta…
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Willkommen in der Provence!
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Marseille – die älteste Stadt Frankreichs
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Cassis, die malerischen Calanques und die Alpillen
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Saint-Rémy de Provence und Avignon
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Camargue-Wind und Lavendelkultur
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Römische Monumente
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Über das Luberon nach Aix en Provence
Frühstück



Heimreise
Frühstück



Flugplan-, Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
(F=Frühstück, M=Mittag, A=Abendessen)
Diese Leistungen sind enthalten
Inklusive
- Linienflug mit Lufthansa nach Marseille und zurück (Buchungsklasse K)
- Rail&Fly in der 1. Klasse der DB zum Flughafen und zurück
- Transfers im Reiseland
- Reiseminibus mit Klimaanlage
- Deutsch sprechende Reiseleitung
- 7 Übernachtungen in Hotels
- Täglich Frühstück, 1 x Picknick, 6 x Abendessen
- Bootsfahrt in den Calanques de Cassis
- E-Bike-Tour in der Camargue
- Weinprobe
- Besichtigung der Abtei Notre-Dame de Sénanque
- Spaziergang durch die Ockersteinbrüche von Roussillon
- Einblicke in den ökologischen Lavendelanbau
- Besuch einer Ziegenkäserei mit Verkostung
- Nationalparkgebühren und Eintrittsgelder
- Kauf und Schutz von 17 m² Regenwald in deinem Namen
Nicht inklusive
- persönliche Ausgaben
- nicht genannte Mahlzeiten
- fakultative Ausflüge
Zubuchbare Leistungen
- Zubringerflüge nach/von Frankfurt: ab 200 €
Termine und Preise
Preise pro Person im Doppelzimmer. Flugdaten werden angezeigt, sofern sie vom Veranstalter geliefert werden.
Zuletzt übernommener Preis- und Terminstand. Die aktuelle Verfügbarkeit wird bei der Anfrage nochmals verbindlich geprüft.
Reisetermine im Mai 20271 Termine
Reisetermine im Juni 20272 Termine
Reisetermine im Juli 20272 Termine
Reisetermine im September 20272 Termine
Bewertungen unserer Gäste
Zusätzliche Informationen
Alle Angaben des Veranstalters zu Buchung, Anreise und Reisebedingungen im Überblick.
Highlights dieser Reise
Station Nr. 1 (1.,2.. Tag)
Du hast ja recht, ist verdammt kurz, so ein Flug zum Aéroport Marseille12. Reicht jedenfalls hinten und vorne nicht, um sich die Geschichte der ältesten Stadt Frankreichs draufzupacken, mit all ihren griechischen Seefahrern, Keltenstämmen, Römern, Westgoten, Ostgoten und Franken. Also entspanne einfach, genieße beim Anflug den Blick auf das funkelnde, saphirblaue Mittelmeer und sage »Bonjour« zu Südfrankreich. Dem Sog des alten Hafens Vieux Port zu widerstehen, ist dann so unmöglich wie unsinnig. Schon allein dieses einzigartige Licht, das es nur an den Hafenstädten des Mittelmeers zu geben scheint. Der Geruch von Salzwasser. Das fröhliche französische Gemurmel in den Cafés und alten Gassen. Und in den verführerischen kleinen Restaurants warten Seeteufel, Drachenköpfe und andere Meeresungeheuer, während die Sonne hinter der über allem thronenden Basilika Notre-Dame de la Garde untergeht, den Himmel und die Stadt in prächtiges Orange tauchend. Im Morgenlicht sieht die Basilika schon wieder ganz anders aus. Wie fit du bist, findest du beim Besteigen des Hügels heraus. Oder du schummelst und nimmst den kleinen Zug. Womit du auf jeden Fall belohnt wirst: der Rundumblick auf die ockerfarbene Altstadt, den Hafen und das Meer. In Le Panier, dem Altstadtbezirk, herrscht eine seltsam dörfliche Idylle. Während du auf dem Kopfsteinpflaster der engen Gassen und Treppenwege spazierst, füllen sich auf den kleinen Plätzen zaghaft die Cafés, ein Maler zeichnet die Fassade eines alten Hauses und die Akkordeonspielerin haucht »Je ne regrette rien«.
Station Nr. 2 (3.. Tag)
Cassis, ein verträumter Fischerhafen mit bunten Booten und alten Fassaden, wo die Natur hinter den Stadtmauern selbst den Mitteilungsbedürftigsten die Sprache verschlägt. Fjordartige Buchten zwischen Felsklippen und kristallklares Wasser, das beinahe zum Trinken verleitet, gehören seit 2012 zu Frankreichs jüngstem Nationalpark: Calanques de Cassis3. Zum Trinken ist es dann doch zu salzig, aber eine kleine Seefahrt, die ist lustig. Machen wir also, während wir uns den Durst für das Weingut der Familie Genovesi aufheben. Ein, zwei Gläschen mit oder ohne Umdrehungen und dann geht es beschwingt in den Naturpark Alpilles, wo Lavendelfelder, Pinienwälder und zerklüftete Felsen an uns vorbeizischen und du endlich weißt, wo diese Postkartenmotive immer geknipst werden. Was passt zu Wein im Magen? Richtig: Käse, und zwar – Gouda war gestern – typisch französisch, also intensiv für alle Sinne. Florent, seine Familie und seine Ziegen erklären uns, wie es dazu kommt.
Station Nr. 3 (4.. Tag)
Mehr Südfrankreich geht nicht? Falsch gedacht: In Saint-Rémy-de-Provence schlendern wir durch die Gassen der Altstadt und versuchen vergeblich, den Verführungen des Marktes zu widerstehen. Weniger Verführungen erwarten dich naturgemäß in dem alten Kloster, das seit Jahrhunderten als Sanatorium genutzt wird. Die Mauern von Saint-Paul-de-Mausole flüstern vom Jahr 1889, als ein vom Geiste geplagter Mann in dem schönen, stillen Garten mit seinen Pinseln die Leinwände streichelte und seine Bilder »Sternennacht«, »Schwertlilien« oder auch »Blühender Mandelzweig« nannte. Und weil er sich kurz zuvor das linke Ohrläppchen abgeschnitten hatte, können wir getrost von Genie und Wahnsinn sprechen. Wir sind von beidem weit entfernt und wahren unser seelisches Gleichgewicht beim Flanieren durch die Gartenpracht. Flanieren ist auch das Stichwort für Avignon4. Die UNESCO hat hier keine Haare gespalten und kurzerhand das ganze Ensemble aus märchenhafter Altstadt, Pont d’Avignon und Papstpalast unter ihre Weltkulturerbe-Fittiche genommen. Aber Moment mal: Papstpalast? Der gehört doch nach Rom. Stimmt schon, nur nicht, wenn die Päpste Franzosen sind. Und so entstand hier auf dem Fundament gottesfürchtiger Bescheidenheit eines der größten gotischen Bauwerke der Welt: monumental, wehrhaft, majestätisch. Die weltliche Leichtigkeit holst du dir dann am besten, wie Generationen vor dir, mit einem traditionellen Brücken-Tänzchen zurück: Sur le pont d’Avignon.
Station Nr. 4 (5.. Tag)
So viel gebaute Schönheit hält ja keiner aus. Du brauchst jetzt was Wildes. Also auf in die Camargue5 und in den Sattel eines temperamentvollen Gauls. Na gut, ein leichter zu reitendes E-Bike taugt auch, um die Seen und Sümpfe, Salzfelder und Sanddünen, freilaufende Pferdeherden, schwarze Stiere und Flamingos zu bestaunen. Äh, Flamingos?! Ja, keine Fake News. Außerdem flattern in diesem Biosphärenreservat noch fünfhundert weniger angeberische Vogelarten umher. Zeit für l?amour de la lavande: Seit vier Generationen wird in dem Familienbetrieb von Gaël am Rande Okzitaniens schon mit Lavendelblüten destilliert. Sieht aus wie Bio, riecht wie Bio, heilt wie Bio. Die Farm ist ein eigenes Universum aus Aroma- und Heilpflanzen, und zur richtigen Jahreszeit leuchtet die Gegend so violett, dass du schnell aufhörst, Fotos zu machen, weil zu Hause sowieso alle denken, dass das KI ist.
Station Nr. 5 (6.. Tag)
Van Gogh hat sein Herz nicht nur im Garten seiner Heilanstalt gelassen, sondern vorher schon in Arles6. Die Stadt zeigt dir schon beim Ankommen, warum. Ach so, und besagtes Ohrläppchen soll er hier seinem bevorzugten Freudenmädchen Rachel geschenkt haben, gemäß dem Motto: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Der alte Charmeur. Schwamm drüber: Arles hat aber auch ohne impressionistische Krisen einiges zu bieten. Die Arena etwa, erstaunlich gut erhalten, mit Platz für über 20.000 Zuschauer und einer Geschichte, die sich gewaschen hat: Gladiatorenkämpfe zu Römerzeiten, dann mittelalterliche Festung, und einst sollen im Innenraum über 200 Häuser und zwei Kirchen gestanden haben. Wer baut Häuser in eine Arena? Gleich daneben wartet das antike Amphitheater für Konzerte und Theaterkunst und der Beweis für die beispielhafte Langlebigkeit römischer Infrastrukturprojekte. Die UNESCO sieht das übrigens auch so und hat gleich mehrere Orte der Stadt zum Weltkulturerbe erklärt. Premier duché de France, das ist Uzès. Nein, nicht die erste Dusche gab es hier, sondern die erste Herzogstadt. Mit Herzogschloss, versteht sich. Es bleibt ein Rätsel, warum die UNESCO hier so zurückhaltend war, zumal die Architektur eine Blaupause für all die charmanten südfranzösischen Städtchen zu sein scheint: runder Marktplatz, mittelalterliche Kopfsteingassen, Kathedrale und helle Backsteinfassaden. Szenenwechsel: Wer hat nicht schon immer davon geträumt, sich irgendwo im Nirgendwo eine alte Wasserleitung anzusehen? Ach, du? Dann wird sich das heute ändern, wenn du siehst, mit welcher Erhabenheit sich der dreistöckige Aquädukt Pont du Gard in die provenzalische Landschaft über den Gardon wölbt. Von wegen: »Die spinnen, die Römer!« Und wenn dein Handwerker das nächste Mal darüber lamentiert, wie schwierig das mit dem Siphon sei, zeigst du ihm ein Bild des 50 Meter hohen Pont du Gard.
Station Nr. 6 (7.,8.. Tag)
Auf der Fahrt ins Luberon schauen wir aus dem Fenster. Und zwar sehr gern. Wir verstehen langsam, warum die Gegend so viele Maler in den Wahnsinn getrieben hat. Wie gemalt sind auch die vielen provenzalischen Gebäude, die in ihren hellen Farbtönen von Sonnengelb bis Feuerrot erstrahlen. Schuld daran sind die Ockersteinbrüche von Roussillon7. Die Pigmentversorger der Region bauten noch vor hundert Jahren bis zu 40.000 Tonnen Ocker pro Jahr ab. Heute null. Egal, dafür ist es jetzt umso schöner. Und leiser. Lavendel und Provence – das ist wie Asterix & Obelix, Laurel & Hardy, Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer: Das eine ist ohne das andere einfach nicht denkbar. Wenn die Extrakte dieses lila Wunderkrauts tatsächlich auch als Stimmungsaufheller wirken, liegt der Verdacht nahe, dass der Eigenverbrauch des Honigs in Gordes sehr hoch ist, genauer gesagt in der ansonsten asketisch strengen Abtei Notre-Dame de Sénanque. Erfragen wir bei den Honigkuchenpferden des Zisterzienserordens. Sobald alle Mitreisenden davon überzeugt werden konnten, dass es noch besser werden kann, geht es wieder in Richtung Süden. Auf dem Weg wirst du endgültig zugeben müssen, dass das Wort »Klischee« zu Recht französische Wurzeln hat. Denn hier wechseln sich Lavendelfelder und üppige Weinberge mit verschlafenen Dörfern ab, die in den unverwechselbaren Ockertönen (siehe oben) schimmern. Am Horizont thront der Grand Site Sainte-Victoire, jener Gebirgszug, für den Paul Cézanne seinem geliebten Paris dauerhaft und ohne jede Reue untreu geworden ist. Reuelos reiten auch wir in die berühmte Hauptstadt der Provence ein. In Aix-en-Provence8 studiert und spaziert es sich außerordentlich gut. Weil du das Studieren gern der jüngeren Generation überlässt, gesellst du dich zu der heimischen Bourgeoisie und flanierst, wo Cézannes Augen diesen ganz besonderen Blick für Farben entwickelt haben müssen. Hach verdammt, Provence, sie hat es geschafft. Wir haben uns verliebt. Noch ein letztes Abendessen, eine letzte Nacht, und auf dem Weg zum Flughafen überlegst du schon sehnsüchtig, wohin du zuerst zurückkehren wirst.
Zuletzt übernommener Preis- und Terminstand. Die aktuelle Verfügbarkeit wird bei der Anfrage nochmals verbindlich geprüft.














Preishit!
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